Werteverfall
Die Zeiten haben sich in den letzten zwei Jahren, also von Ende 2023 bis zum Verfassen dieses Artikels im Sommer 2025 geändert. Das bezieht sich in diesm Falle nicht auf die große Weltpolitik, sondern auf den Bootsmarkt. Kleine und große Werften geraten in schwieriges Fahrwasser, sogar die großen Verkaufsschlager, also große Katamarane und Motoryachten verkaufen sich schlecht. Einige Werften gehen in die Insolvenz, die anderen reduzieren ihre Kapazitäten. Das hat große Auswirkungen auf den Gebrauchtbootmarkt, auch auf die eher kleineren Einheiten. Während sich zu Coronazeiten alles verkaufen ließ was irgendwie schwamm, muss ein Gebrauchtboot heute gepflegt und technisch in Ordnung sein, um einen Käufer zu finden und auch dann wird das Boot nicht mehr den Preis erzielen, wie noch vor zwei oder drei Jahren. Und dieser Abwärtstrend wird sich vermutlich weiter fortsetzen. Somit ist man gut beraten, wenn man sich vor einem Bootskauf genauer über die Preisfindung Gedanken macht und Fachleute zu diesem Thema konsultiert. Das Bild zeigt eine typische ältere Segelyacht mit altersbedingten Verschleißerscheinungen. Während Yachten in dem Zustand früher „wie besehen“ verkauft werden konnten, wird heutzutage über die Kostenteilung einer Teilrestauration mit dem Verkäufer dikutiert.